Donnerstag, 26. November 2015

Wintermärchen

So lautete der Titel einer Veranstaltung im Spiegelsaal des Bergischen Löwen am 25. November, abends. Gerd J. Pohl, Puppenspieler und genialer Vorleser, bestritt das anderthalbstündige Programm, ohne Pause.

Ich war früh genug dort und hatte Zeit, mir den Spiegelsaal genauer anzusehen. Bei einer früheren Edgar-Allan-Poe-Lesung war der Raum dunkler und ich hab nicht erkennen können, warum der Raum "Spiegelsaal" heißt. Heute hab ich die Spiegel gefunden: Alle unter der Decke. Die Gestaltung der Wände geben dem Raum bei Licht einen warmen, rötlichen Schimmer.




Gerd J. Pohl kann mit seiner Stimme Atmosphäre schaffen. Mal laut mal leise, mal gefährlich flüsternd, mal drohend die Stimme erhebend, trägt er seine Geschichten vor. Ihm bei seinen Vorträgen zuzusehen, ist nicht langweilig.

War da was? Wenn ja, hab ich es nicht mitbekommen.







 Wenn man aber die Augen schließt, kommen sie alle, die Geister und Gestalten, die er ruft.
  • Der Kellner, der für ein Kind eine Murmelkuhle ins Parkett klopft und seinen Job verliert.
  • Das arme Mädchen mit den Schwefelhölzern.
  • Die Schneegespenster und der alte Priester, der seine Sünden erkennen muss.
  • Die rauhen Kerle in der Kneipe in Chicago, die sich solch gemeine Weihnachtsgeschenke ausgedacht haben. 
  • Der tanzende Räuber Horrificus.
  • Und der kleine Geist eines Mädchens im Fichtenhof in Herkenrath.
Der Applaus holte mich immer wieder in die Realität zurück. Die Zeit verging wie im Fluge. Die Veranstaltung war gut besucht. Danke an Gerd J. Pohl für einen gelungenen Mittwochabend.



Samstag, 21. November 2015

Flüchtlingsunterkünfte an der IGP

Es geht langsam voran, aber es geht voran. 50 bis 60 Container stehen auf dem Parkplatz beim Combibad Paffrath und warten drauf, dass der Standort fertig wird.



Die Gasleitung wurde mit einem Stückchen Straße und Beton überbrückt.

Das Fundament für die Container ist ca. 17 x 17 lange Schritte groß. Darauf sollen die Container in drei Etagen übereinander stehen. Die Fläche erscheint einem trotzdem zu klein. Bin gespannt, wie das am Ende aussehen wird.



Wasser- und Gasleitungen liegen.


Hintergrund: IGP-Gelände
Etwas abseits ein Loch mit einem defekten Dränagerohr.


Nicht nur da, wo gebaut wird, ist die Wiese ein Matschloch. Auch der unberührte Teil ist derzeit eher sumpfig. Man kann da eigentlich keine Menschen drauf rumlaufen lassen, sonst versinken die nach ein paar Tagen knöcheltief in Matsche. Ob man sich darüber überall im Klaren ist, dass man das irgendwie trocken begehbar machen muss? Sieht derzeit noch nicht so aus, als sei da was geplant. Sieht derzeit überhaupt noch nicht so aus, als wenn da noch in diesem Jahr Flüchtlinge wohnen könnten.

Dienstag, 3. November 2015

Sie machen sich von Acker!

Bergisch Gladbach liegt auf der Kranichflugroute. Jedes Frühjahr und jeden Herbst fliegen riesige Schwärme über die Stadt. Der Himmel ist dann voller Kranichgesang. Nicht jedes Mal fliegen sie direkt über unser Haus, aber heute hab ich auf meinem Balkon wieder einen Ehrenplatz. Es nimmt kein Ende. Während ich hier schreibe, ist draußen Musik am Himmel. Ich zähl bei manchen Schwärmen 10 Stück ab und versuch dann zu schätzen. Das sind Vogelschwärme von an die 200 Stück dabei. Vorsichtig geschätzt. Einer hatte eine kleine Winkelspitze und an die 200 Tiere folgen in einer einzigen Linie. Das sieht so hammergeil aus. Bin jedes Mal aufs neue begeistert.

Am 1.11. waren schon etliche Schwärme unterwegs, die aber so hoch waren, dass ich keine Fotos machen konnte. Heute waren sie etwas tiefer, trotzdem war es schwer sie durchs Objektiv auszumachen. Hier kommt die Beute. Fast jedes Foto ist ein anderer Schwarm. Anklicken öffnet die Galerie und macht groß.


















Kommt alle gut in euren Winterquartieren an auf dass wir uns im Frühling wiedersehen. *hinterherwink*



Mittwoch, 21. Oktober 2015

Haus Liederkranz - Neueröffnung

Nachdem die beiden jungen Männer den Liederkranz aufgegeben haben, sind nun zwei junge Frauen da, die ihn weiterführen. Mit meiner Freundin und Stadtführerin Roswitha Wirtz sind wir zum Abschluss einer "Fotosession" dort Kuchen essen gegangen. Es war also der erste Versuch. Mal gucken, wie es jetzt dort ist. Wir waren nicht enttäuscht. Ich durfte auch Fotos machen.

Von außen hat sich nichts verändert. Nur der Name wurde ergänzt. Es ist nicht mehr nur "Haus Liederkranz" es ist jetzt "Tilda im Haus Liederkranz". Damit hab ich noch ein Problem, denn mir gefällt es grundsätzlich nicht, wenn die Namen so alter Gebäude verändert werden oder Anhängsel bekommen. Die Zeit muss zeigen, ob man zukünftig zu "Tilda" geht. Für mich war es immer "der Liederkranz" und das wird er auch wohl bleiben. 


Innen drin ist viel getan worden. Mit dem alten Liederkranz hat das nichts mehr zu tun. Es ist hell, freundlich, aber es ist femininer geworden, das Mobiliar rustikaler, eine ganz andere Athmosphäre als früher.

Im hinteren Bereich, unterm Glasdach.

Der Thekenbereich. Im Hintergrund, neben der Frau im Bild,
ist die Kuchenvitrine.


Kuchenvitrine
Ein jungfräulicher Apfelkuchen
Dani und Tina backen die Kuchen selbst. Sie sind sehr lecker. Roswitha Wirtz hat diesen Apfelkuchen probiert und ich ein Stück Mandarinen-Schmand-Kuchen. Wir waren sehr zufrieden und sind der Meinung, das die Kuchen mit 2,80 € ihren Preis wert sind.

An der Wand gegenüber der Theke steht eine Bank, ohne Tische. Meine Freundinnen und ich haben immer am liebsten vorne in der Fensternische gesessen. Dort sieht es jetzt so aus:



An den Wänden fehlt noch Dekoration aber die wird noch kommen. Man sitzt gut dort und kann sich bei Kaffee und Kuchen wohl fühlen.

Und hier sind sie, Dani und Tina, die neuen Betreiberinnen, denen ich viel Erfolg wünsche mit ihrem Cafè. Sie wirken sehr zuversichtlich.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Bergisches Land bei Dunst ...

... ist auch schön. Die Sonne kam bei unserer Wanderung heute nicht wirklich durch. Aber schöne Motive haben wir trotzdem gefunden.

Blick von der Odenthaler Str. Richtung Bensberg

Samstag, 10. Oktober 2015

Stadtrundgang

Nach sechs Monaten motorischer Einschränkung war ich heute mal wieder in der Stadt und hatte die Digi mit. Einfach mal ein bisschen rumlaufen und mal was anderes anschauen, als die Füße beim Gehen hat gut getan.

Am Driescher Kreuz blüht die Pampa. Ich frag mich jedes Mal, ob das nun Kunst ist, ober ob es nicht besser weg kann.


Die neuen Bäume in der Fußgängerzone machen langsam auch was her. Hübsche Herbstfärbung haben sie.


Ein Grund, warum ich heute in die Stadt wollte, waren die Syrer, die eine "Danke Deutschland"-Aktion in der Fußgängerzone verantstalteten. Es gab Musik und Kuchen zum Probieren. Rosen wurden auch an die Fußgänger verteilt. Sie haben alle schon ihre Aufenthaltserlaubnis und wollen jetzt studieren oder arbeiten und freuen sich sehr darauf.



In der Paffrather Straße hab ich den Copy-Shop gefunden. Nachdem einer aufgegeben hatte, wusste ich nicht mehr, wo man denn jetzt noch Kopien machen kann. Hier:

Auf dem Weg in die Laurentiusstraße mussten wir "am Bock" vorbei. Da wird noch schwer gearbeitet, aber im Novemer - ich glaub der 23. - wird hier eröffnet.

Der Liederkranz ist neu eröffnet und nennt sich jetzt "Tilda im Liederkranz". Ich hab nur mal durch die Fenster geguckt, alleine dort zu sitzen hatte ich keine Lust, aber ich werde ihn bald mit einer Freundin testen. Dann mach ich auch mal Fotos von drinnen. In der Fußgängerzone traf ich dann einen der jungen Männer, die ihn vorher hatten. Denen gehts gut und sie genießen jetzt, dass sie abends Feierabend und richtige Wochenenden haben. Sie haben das Cafe immer nebenberuflich geführt, was ich auch nicht wusste.

Wir waren im Kräuterhaus Schad, haben Zwetschgen auf dem Markt gekauft, für BamBam ein kleines Hähnchenbein und haben mit einer kleinen Spende dafür gesorgt, dass sich dieser arme Mensch mal kurz bewegen konnte.

Auf dem Rückweg zum Busbahnhof, hat BamBam noch Schafe gehütet. Danach sind wir wieder nach Hause gefahren.

Das Leben ist wieder schön, ohne Krücken!

Dienstag, 22. September 2015

Flüchtlinge: Info-Abend mit dem Bürgermeister

Das fand heute um 18 Uhr statt, in der Integrierten Gesamtschule Paffrath (IGP). Es war voll! Sehr voll! Das Thema geht halt auch viele an.

Der Bürgermeister, Herr Urbach, hatte etliche Sachbearbeiter mitgebracht, um auch spezielle Fragen zu Themen wie Sport, Jugendarbeit, Gesundheit etc. beantworten zu können.

Georg Watzlawek vom Bürgerportal hat moderiert. Im Bürgerportal wird sicherlich auch noch ein detaillierterer Bericht erscheinen, als meine Zusammenfassung hier. Wer sich also für das Thema interessiert, oder wissen möchte, was in Katterbach abgeht, möge ab morgen dort mal reinschauen.

Die Abi-Klasse der IGP hat Getränke und Brötchen angeboten, zur Finanzierung des Abiballs, was auch dankbar angenommen wurde.

Es startet pünktlich um 18 Uhr. Der Bürgermeister stellte als erstes klar, dass es an diesem Abend nicht um Ursachenforschung oder - bekämpfung gehen könnte, auch nicht um politische Hintergründe. Er wolle lediglich die Probleme, Sorgen und Hilfsangebote der Bürger besprechen, die derzeit direkt von Flüchtlingen in der nächsten Nachbarschaft betroffen sind. Wer sich an diese "Regel" nicht hielt, wurde lauthals vom Publikum zurecht gewiesen. Es gab da leider jemanden.

Hauptsächlich ging es am heutigen Abend um die Flüchtlingsunterkünfte in Paffrath bei der IGP und in Katterbach auf  dem Sportplatz der Grundschule.

Ich persönlich war am meisten daran interessiert, was demnächst auf der großen Wiese hinter der IGP geschehen soll, denn das ist für mich noch Nachbarschaft.  Diese Wiese wurde bisher nur bei sportlichen oder anderen Großveranstaltungen genutzt. Ab und zu trainieren dort Bogenschützen oder Footballmannschaften. Die meiste Zeit ist die Wiese ungenutzt, aber sie grenzt direkt an Wohnbebauung. Die Eigentümer und Mieter dort machen sich Sorgen.


Zum Glück hat es mit den ersten 78 Flüchtlingen, die in der Turnhalle im Stadtteil Sand untergebracht waren, heute aber leider wieder abgeholt wurden, nur positive Erfahrungen gegeben. Herr Urbach erzählte, dass nur ein einziges Mal die Polizei gerufen wurde und zwar von den Flüchtlingen selbst, weil 2 Kinder mit Fahrrädchen ineinander gefahren waren und darüber zuerst die Mütter, dann die Väter in Streit gerieten. Aber als die Polizei erschien, müssen sich schon alle wieder in den Armen gelegen haben. Also nichts von Gewalttaten untereinander oder gegen Anwohner. Und merkwürdigerweise auch keine Probleme zwischen den einzelnen Kulturen und Religonen in dieser Gruppe die wohl aus 15 unterschiedlichen Nationalitäten bestand. Vor diesem Hintergrund konnte er also ganz viele Anwohner beruhigen.

Was wird denn nun auf dieser Wiese geschehen und wann?
  • Wenn ich das richtig verstanden habe, werden dort keine Neuankömmlinge in Deutschland untergebracht werden. Die Menschen, die die Kontainer dort beziehen werden sind registriert,  medizinisch überprüft und haben wohl auch schon ihre Asylanträge gestellt.
  • Es wird noch ein paar Wochen dauern, bis die Kontainer bezugsfertig sind, denn diese brauchen ein stabiles Fundament. Dafür müssen schwere Baumaschinen auf die Wiese fahren. Auf der Wiese verläuft aber entlang der angrenzenden Straße eine Gasleitung, die von diesen Baumaschinen überquert werden muss. Ob die Gasleitung dem Druck gewachsen ist, oder mit Beton überbrückt werden muss, wird derzeit erst noch geprüft. Herr Urbach gab an, dass wohl frühestens ab Mitte November dort Flüchtlinge einziehen können.
  • Die 3-stöckigen Kontainer, die derzeit auf dem angrenzenden Parkplatz stehen, sind dort nur zwischengelagert.
  • Diese Kontainer haben eigene Sanitäreinrichtungen und können auf der Wiese an Trink- und Abwasser angeschlossen werden.
  • Es ist offen, ob die Kontainereinrichtung später erweitert werden muss oder nicht. Alles ist möglich. Dann sieht die derzeitige Planung nur ebenerdige Kontainer vor. Aber auch das gehört zu den unsicheren Faktoren, weil niemand sagen kann, wieviel Platz noch gebraucht werden wird.
Herrn Urbach wurde entgegengehalten - nicht vorwurfsvoll - dass er sehr unsicher rüberkäme mit seinen Antworten und unentschlossen. Tatsache ist aber, dass er ganz viele Fragen nicht beantworten kann, weil sich per heute ganz einfach noch nicht absehen lässt, wie die Entwicklung weitergeht.

Er weiß ganz einfach nicht, wo die Grenze der Aufnahmekapazität nach oben ist. Es hat mit einer 2stelligen Flüchtlingszahl begonnen und im Laufe dieses Jahres ist die Zahl zunächst auf 800 gestiegen und liegt jetzt bei ca. 1200.

Er hat keinen Einfluss darauf, wann, wieviele und welche Flüchtlinge ankommen. Die Stadt bekommt mit einem Vorlauf von 3 Tagen eine Mail mit der Info, dass in 3 Tagen ein Bus mit einer bestimmten Anzahl Menschen bei uns ankommt. Und nach 3 Tagen stehen die "mit oder ohne Koffer vor dem Rathaus". So ist derzeit der Ablauf und da hat er nicht den geringsten Einfluss drauf.

Beim Zuhören wurde mir klar, welche immensen Leistungen da von der Verwaltung, den zuständigen Ämtern und den Hilfsorganisationen und Ehrenamtlern erbracht werden. Es gibt derzeit keine Kontainer mehr zu kaufen, es gibt keine Sanitäreinrichtungen zu kaufen, das hat alles unglaubliche Lieferzeiten. Vor all diesen Beschaffungsproblemen erscheinen mir die Probleme mit den fremden Menschen aus fremden Kulturen gering.

Herr Urbach kam sehr offen und ehrlich rüber, heute Abend. Ich gehörte bisher nicht zu seinen Fans. Aber ich hatte den Eindruck, dass er alles worauf er Einfluss nehmen kann, auch noch unter Kontrolle hat. Und damit hat er heute bei mir ziemlich Punkte gemacht.

Nach dieser Veranstaltung stelle ich mir die Frage, ob ich helfen kann und will. Ich kann das heute noch nicht beantworten, denn ich bin ziemlich introvertiert, hatte mit der Menschenmasse heute schon ein bisschen Probleme und bin auch vorzeitig gegangen. Ich bin auch absolut kein Teamwoker und psychisch nicht mehr sehr belastbar. Darum werde ich mir das erst mal eine Weile angucken, wenn die Menschen da sind. Ich muss mich ja nicht Hals über Kopf in was reinstürzen, was mich nach 3 Tagen schon überfordert. Schaun wir also erst mal.

Freitag, 18. September 2015

Flüchtlinge: Es geht los bei der IGP

Auf der Sportwiese hinter der IGP wird ein Containerdorf für Flüchtlinge aufgebaut. Heute waren die Vermesser dort. Die Arbeiten beginnen.




Am Montag, den 22.915 um 18 Uhr findet in der IGP ein Informations-Abend mit dem Bürgermeister statt. Ich habe vor, dabei zu sein.

Sonntag, 28. Juni 2015

Der Hängeschnurbaum und ein Papierjubiläum

Im Rahmen des Jubiläums "625 Jahre Papier in Deutschland", der bundesweit am 27.6.2015 mit einem "Tag der offenen Tür" gefeiert wurde, fand im Kulturhaus Zanders eine Vernissage statt. In den Räumen des Kulturhauses gab es viel Informtion und einen Vortrag zum Thema Papier. Papier hat eine natürliche Verbindung zu Holz und das aktuelle Kunstwerk aus Holz in der Stadt ist der Hängeschnurbaum, der darauf wartet, endlich aufgestellt zu werden.

Derzeit liegt er noch draußen im Park des Kulturhauses, vorbereitet für die Montage an seinem zukünftigen Standort. Die Wiese hatte man dem Gestalter des Baumes, Herrn Georg Becker, zur Verfügung gestellt für eine Installation seiner Kunstwerke, die er aus den abgeschnittenen Ästen des Baumes gestaltet hat.

Auf einem Ständer im Garten konnte man das Gedicht über den Baum des Lebens lesen. Sehr passend zu diesem Anlass.

(Klick auf die Fotos vergrößert und öffnet eine Galerie)


Sonntag, 31. Mai 2015

Damals ...

... so vor 10 Jahren gab es da nur einen Fußweg an der Dellbrücker Straße, gegenüber der Einmündung Schmidt-Blegge-Straße. Der Fußweg führte am Schulhof der IGP und den Fußballplätzen vorbei bis zur Franz-Heider-Straße zu den Tennisplätzen von Blau-Weiß-Hand.

Damals, waren dort Weiden die unterschiedlich genutzt wurden. Mal mit Schafen, mal mit Pferden. Es gab eine große Fichte, die viele krasse Winter mit großen Schneelasten auf den Ästen überlebt hatte, eine traumhaft schöne, riesige Trauerweide, unter der dichtes Brombeergestrüpp wuchs. Gestrüpp und Wiesen waren von Kaninchen bewohnt, hinter denen ein Hund herrasen konnte. Und es gab eine gesunde Eiche.

Samstag, 9. Mai 2015

Gongbad

Es gab eine Veranstaltung im Haus "Clock and Art", beim Uhrmacher meines Vertrauens, Jörg Wesolowski: Gongbad. Hier der Veranstaltungstext, ich weiß nicht, ob ein Link zu facebook für alle sichtbar sein würde:


Das Gong-Bad ist ein aussergewöhnliches Klangerlebnis, entstanden aus dem HochSinn eines Schülers von KundaliniYoga-Meister Yogi Bhajan, Gong-GroßMeister Don Conreaux (New York).

Die Klänge der Gongs, und anderer Natur-Klang-Instrumente, wie Didgeridoo, Klangschalen, Klangstäbe, Maultrommeln, Rasseln, etc. begleiten Dich sanft auf Deiner Reise und wirken regenerativ und reinigend.

Auf Deiner bequemen Unterlage liegst Du entspannt, hörst und spürst die heilenden Klänge, die auf das Wasser in jeder Deiner Zellen harmonisch wirken.

WolfGong Scheibe hat sein erstes GongMeister-Training mit Don Conreaux und Dr. Slawomir Sowka im Sommer 2011 in Wien absolviert. Weitere Seminare und zahlreiche Auftritte, Gong-Bäder und Gong-Pujas folgten ( Gong-Puja = Ein nächtliches Ritual der Regeneration und Reinigung )
Seit Oktober 2014 begleitet ihn Seelengefährtin Luisa Gaab mit ihren Flöten, Maultrommeln und ihrer wundervollen Stimme. Gemeinsam reisen sie mit den Instrumenten und bringen den Menschen die wundervolle Welt der Gongs und anderer Naturklang-Instrumente näher.

Der Gong zählt zu den ältesten Instrumenten auf diesem Planeten und „beinhaltet das gesamte Spektrum an Tönen in diesem Universum“ - (Yogi Bhajan). Die Töne und Obertöne der Gongs erreichen uns in einer Weise, die uns in andere Bewusstseins-Ebenen führen können. Losgelöst von dem ständig fließenden Gedankenfilm verbinden sie uns mit den natürlichen Rhythmen des Lebens und eröffnen den Zugang zu unseren tiefen persönlichen Schichten. Nada Brahma, Alles ist Klang, ein Aphorismus aus den indischen Veden, der das Sein, unser Sein, das Sein von Allem auf dem harmonischen Wirken dieser Schwingungen darstellt. Untersuchungen und Studien belegen, dass Klänge Heilung unterstützen bzw. die Selbst-Heilungskräfte aktivieren können.
Den einzelnen Chakren, Energiezentren, unseres Körpers sind Töne zugeordnet, und wir können durch die entsprechenden Töne die jeweiligen Chakren aktivieren, in den Fluss bringen, diese harmonisieren.
Als Teilnehmer lag ich dann mit meinem kaputte Knie auch auf meiner Gymnastikmatte und hatte Schwierigkeiten, mich zu entspannen und "fallenzulassen", denn das Knie mag keine langen Liegepositionen. Und dann war da noch die "Hausmücke", die als erstes meine auf der Decke liegenden Hände fand und sie zerstach. Nach einer Weile ging es aber dann besser und ich folgte hellwachen Geistes den Klängen der Instumente. Ich hörte die Obertöne der Gongs, verliebte mich in das sanfte "Klingklang" der Koshis, und genoss das Spiel der Maultrommeln. Ich sah, dass einige Teilnehmer sitzend lauschten und machte es ihnen nach, als ich nicht mehr liegen konnte. Einige waren fest eingeschlafen.

Gongs haben eine unheimliche Kraft und es ist erstaunlich, wie sich der Klang verstärkt obwohl die Schläge nicht kräftiger werden, sondern einfach immer nur weitergeschlagen wird. Für mich hätte es gerne noch lauter werden dürfen. Andererseits kann ein Gong flüstern, wie ein Wal singen oder das Bild eines riesigen Männerchors heraufbeschwören.

Der Abend hat sich gelohnt und ich bin Jörg dankbar, dass er mich auf den letzten Drücker abgeholt hat, weil mein Chauffeur unerwartet ausfiel. Inzwischen steht fest, dass es weitere Gongbäder geben wird. Und für mich steht fest, dass ich auf jeden Fall an einem teilnehmen werde.