Montag, 22. November 2021

Kranichzug

 


Auf dem Balkon sitzen, lesen und den Kranichen zuhören. Sie sind heute unglaublich viele. Vielleicht nutzen sie die Windrichtung, denn der kommt heute aus Nordost und das passt für ihren Flug nach Südwest. 

Seit ca. einer halben Stunde kommt ein Schwarm nach dem anderen. Und sie sind schnell. Wenn sie nicht über dem Wald hinter dem Kombibad den Aufwind nutzen und sich in die Höhe schrauben, überqueren sie die ganze Breite meines riesigen Himmels in weniger als. 5 Minuten. 

Beim Steigflug verschwinden sie immer wieder, weil sie silbrig werden im Sonnenlicht und sich im Silberblau des Himmels komplett auflösen. Im nächsten Moment sind sie wieder schwarz sichtbar.  Faszinierend, zu sehen, wie sie sich dann wieder pfeilförmig sortieren und weiterziehen.

Fotos zu machn lohnt sich nicht, sie sind zu hoch. Das ist vom 9.11.21. Aber Zusehen beruhigt die Nerven und die Seele.

Donnerstag, 18. November 2021

Es geschah mitten im Bergischen Land - Teil 2

Lost Place, Bild von Tilgnerpictures auf Pixabay

 Traurig, traurig, dass diese Geschichte eine Fortsetzung hat. 

Der selbe Mensch, aber eine andere Klink. Der Mensch war nach dem Besuch aus dem letzten Bericht nie wirklich in Ordnung. Wir erinnern uns: Er sitzt im Rollstuhl und kann seit dem letzten Klinik-Aufenthalt nicht mehr alleine aus dem Bett auf einen Stuhl oder in den Rollstuhl.

Sonntag, 29. August 2021

Es geschah mitten im Bergischen Land


 Lost Place, Bild von Tilgnerpictures auf Pixabay

Eine Geschichte aus dem Mittelalter der Neuzeit.

Die Vorgeschichte:

Ein Mensch musste sich vor etlichen Jahren im Krankenhaus einer Operation an der Halswirbelsäule unterziehen. Am Tag danach fühlte er sich gesund, alle Körperteile beweglich, hatte wohl alles geklappt. An Tag nach dem Tag danach begannen die Lähmungen hier und da, nach weiteren Tagen konnte er seine Beine nicht mehr bewegen und man erkannte im Krankenhaus endlich, dass da etwas nicht stimmte und wurde hektisch. Es brauchte 4 weitere Ops, die zwar seinen Tod verhinderten, aber nicht die Querschnittslähmung. Mit unglaublicher Eigenenergie wurde er wieder so weit mobil, dass er selbstständig aus dem Bett aufstehen, und sich in seinen Rollstuhl bzw. E-Scooter setzen konnte. Aber er lebt seit dem mit den entsprechenden Hilfen bei den Ausscheidungen seiner Körperflüssigkeiten und benötigt bei vielen Dingen professionelle Hilfe, darum wohnt er in einem Pflegeheim. Er benötigt unbedingt mehrere Medikamente zur Vermeidung von Spastiken. Der Mensch wollte danach unter keinen Umständen jemals wieder ins Krankenhaus.

Samstag, 17. Juli 2021

Der Mutzbach nach dem Unwetter

Der 14.7.21 war Unwetter-Katasttrophen-Tag in NRW und Rheinland Pfalz. Es hat zahlreiche Tote und zeitweise über 100 Vermisste gegeben. Auch GL wurde nicht verschont. Der Hebborner Bach und die Strunde sorgten jeder auf seine Weise für Überschwemmungen großen Ausmaßes. Die Feuerwehr hatte keine Zeit für private Keller, weil zuerst der Abfluss des Oberflächenwassers sichergestellt werden musste, und damit war sie ziemlich ausgelastet. Aber in Katastrophen halten Menschen immer noch zusammen und halfen sich gegenseitig, wo sie konnten. Dass Menschen ihr Hab und Gut verloren, konnte jedoch nicht verhindert werden. Heute, 3 Tage danach, kommen von überall Hilfsangebote, die jetzt vom ASB koordiniert werden. Es wird noch etwas Dauern, bis alle Schäden beseitigt sind.

Auch mein gemütlicher Hausbach hat sich ausgetobt. In Nussbaum und im Wald zwischen Nussbaum und Mutzer Feld hat er für Überschwemmungen gesorgt. Das weiß ich aber nur vom Hörensagen, gesehen hab ich das noch nicht. Aber als der Regen gegen 21 Uhr aufhörte, bin ich zur Paffrather Mühle gegangen um zu sehen, was er dort angestellt hat.

Es wurde langsam dunkel. Zu dunkel für meine Kamera, die Fotos sind mit 3.200 Iso und Blitzlicht gemacht, es "rauscht" also. Auf dem Waldweg war es so dunkel, dass ich einfach nur draufgehalten und geblitzt habe, in der Hoffnung, dass man dann doch noch was sieht. Ein bisschen Nacharbeit zuhause hat auch noch was gebracht, aber ich bin nicht der Photoshop-Könner. Qualität ist das alles nicht, aber man sieht, was los war. 

Mittwoch, 16. Juni 2021

Dabei wollte ich nur nach Siefen ...

Das wollte ich allerdings mit dem ÖPNV. Ich wollte das auch am hellen Tag, mit Bussen, die im 20-Minuten-Takt fahren: die 435 von zuhause in die Stadt und von dort ein paar Minuten später mit der 427 nach Siefen, hinter Romaney. Das ist immer noch Stadtgebiet!

Aber das wurde ein Abenteuer.

Mit der Wupsi-Live-App kann man auch immer schon sehen, ob ein Bus wohl kommen wird oder eher nicht. Wenn ich bei uns ander Haltestelle stehe, kann ich sehen, ob der Bus pünktlich sein wird. Ob er überhaupt, von Dellbrück kommend, dort schon abgefahren ist. Wenn der Bus GPS hat, aber das haben heute fast alle, nur die ganz Alten nicht. Und wenn die App die Wahrheit spricht. 

Die "Wahrheit" war angeblich, dass der Bus, der längst hätte da sein müssen, in Dellbrück noch nicht weg war. Nach ein paar weiteren Minuten wurde der Bus nicht mehr gelistet, als ob er ausfällt. Nun hatte ich ich zuhause was vergessen, nämlich die Handy-Nummer der Person, mit der ich verabredet war. Darum sprach ich zum Hund: "Komm, flitzen wir noch mal schnell nach Hause und nehmen den nächsten. Dann kommen wir zwar 10 Minuten zu spät aber dann kann ich wenigstens Bescheid sagen." Und wir flitzten los ... da kam der Bus doch noch um die Ecke. Schnell wieder zurrück zur Haltestelle geflitzt, damit wir mitgenmmen wurden. 

An der Abzweigung von der Paffrather Str. zur Stationsstraße und dem Busbahnhof, fährt der Dösbaddel von Busfahrer geradeaus weiter, Richtung Markt. "Wo fahren wir hin?" - "Sie müssen rechts abbiegen!" Stellt sich raus, der Fahrer hats nicht verschlafen, es war verkehrstechnisch alles dicht. Die Rampe zum Bahnhof stand voller Busse und PKWs, nichts lief mehr. Der Fahrer wollte uns retten und ist einen Bogen zur Poststraße gefahren, hat uns dort alle austeigen und zufuß zum Busbahnhof gehen lassen.

Dort konnte man dann die Bescherung in vollem Umfang erfassen: Nichts geht mehr.

An einem Haus stand die Feuerwehr mit einer ausgefahrenen Leiter in ein oberes Stockwerk und besetzte beide Fahrspuren. Lt. Aussage von Passanten, wollte man dort einen Menschen rausholen. Mein Anschlussbus stand hilflos da und konnte seinen Bussteig nicht erreichen. Nein, er dürfte nicht die Leute alle da einsteigen lassen, wo er stand und dann eine andere Runde fahren. "Wenn euch was passiert, bin ich meinen Job los." Versteht man dann auch. Die Zentrale wüsste von der Katastrophe aber sie hätten Anweisung, das abzuwarten und zu bleiben, wo sie sind. 

Es war klar, dass ich zum Treffen nach Siefen niemals angekommen wäre, denn wir waren im Wald verabredet, an einer Bank, und ich hatte von keinem der dort wartenden eine Handy-Nummer. Bin ich mit dem Reporterhund zum Taxistand gegangen und hab einen Fahrer gefragt: "Fährt mich jemand mit dem Hund nach Siefen?" Und da hatten wir Glück, denn Taxen müssen keine Hunde transportieren, wenn der Fahrer das nicht möchte. Aber der Kollege hinter ihm hatte das passende Auto und wollte uns fahren. 

So hatten wir dann ausreichend Zeit, von Siefen zur Bank Friedrichsruh zu gehen und waren früh genug dort. 

Was wir da wollten? Mit wem wir da verabredet waren? Das steht HIER!


Freitag, 2. April 2021

In GL wird die Zeit bewacht

 

Im Bürgerportal wurde angekündigt, dass zum 100 Geburtstag von Josef Beuys die WeltFriedAkademie nach Bergisch Gladbach kommt, und als Vorhut die Wächter der Zeit des Künstlers Manfred Kielnhofer im Park der Villa Zanders Platz genommen haben um das Friedensdenkmal im Park zu bewachen. 

Die Fotos von diesen Wächtern machten mir ein bisschen Gänsehaut. Sie erinnerten mich an Karikaturen vom Sensenmann, bei denen man auch nur ein schwarzes Loch ohne Gesicht sieht. Darum musste ich mir die ansehen und hab einen Stadtbummel am Markttag daraus gemacht. 

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Skulpturen der Stadt: Die Erzählerin

Eine weitere Figur aus der Reihe „Skulpturen in Bergisch Gladbach“ fanden Frau Wirrkopf und der Reporterhund am Marienkrankenhaus. „Die Erzählerin“ steht vor dem Haupteingang, stammt vom Bildhauer Werner Franzen – und verlangt Hartnäckigkeit, wenn man sie belauschen will. Die Mädels verstecken sich im Rosengestrüpp

Hier gehts zur Reportage.

Samstag, 10. Oktober 2020

Skulpturen in der Stadt: Der Flötenspieler

 

Die Suche nach Bildung führte BamBam und mich zum Marienkrankenhaus. Im Foyer steht „der Flötenspieler”. Mit dieser sehr schlichten, aber schönen Arbeit des Bildhauers Werner Franzen setzen wir unsere Reihe „Skulpturen in Bergisch Gladbach“ fort.

Der ganze Beitrag ist HIER.  






Montag, 14. September 2020

Skulpturen in der Stadt: der Pfau

 
Mit BamBam war ich wieder auf der Suche nach Bildung für unsere Skulpturen-Geschichten in Bergisch Gladbach. Werner Franzen war der Meinung, dass sich jeder Mensch seine Skulptur für seine Grabstätte selbst aussuchen sollte. Für sich hat er das getan und hat seinen "Pfau" gewählt. 

Hier gehts zur Story.

Samstag, 12. September 2020

Gleiches Recht für alle?

 


Wahlkampf ist nervig, Wahlplakate sind Umweltverschmutzung, Wahlpropaganda – lassen wir das.

Ein Integrationsrat ist wichtig und da der morgen gewählt werden soll, hat die Liste 30 sich wohl gedacht: „Gleiches Recht für alle! Wenn die Bürgerpartei ungestraft die Stadt mit Plakaten zupflastern darf, dann nehmen wir dieses Recht auch in Anspruch und kleben unsere Plakate noch schnell vor Sonntag in die Gegend.“

Dabei machte man keinen Unterschied ob man öffentliche Glascontainer beklebte ...



… oder eine Müllkontainer-Anlage auf einem Privatgrundstück. Alles wo Tesa drauf hält wurde rundum beklebt. 

Auf der einen Seite ...



 ... die Seite gegenüber ...

... und auf deren Rückseite auch noch.

Was Liste 30 ist, weiß ich nun. Steht Santillan drauf, dann ist wohl auch Santillan drin.



Auf deren Website habe ich dankenswerterweise den Hinweis gefunden, wie man mit unerwünschten Plakatierungen umgehen sollte, damit man sich nicht strafbar macht. Darum werde ich die Plakate vorsichtig abpulen, mit nach Hause nehmen, wo sie dann gerne abgeholt werden können. Ist ja fremdes Eigentum, darf man nicht beschädigen und wegschmeißen.

Samstag, 8. August 2020

Skulpturen in der Stadt - die Vorleserin

 

Sie steht im Forumpark neben der Stadtbücherei. Die Bücher werden ihr also niemals ausgehen. Für noch mehr HIER klicken.

Freitag, 7. August 2020

Skulpturen in der Stadt - Hexe Köbes

 

Die Serie wird fortgesetzt und findet bei den Lesern guten Anklang. Unser Besuch bei Hexe Köbes hatte viel positives Feedback. Aber er ist auch ein interessanter Mensch über den wir viele Informationen gefunden haben. 

Zum Nachlesen HIER klicken.

Freitag, 31. Juli 2020

Skulpturen in der Stadt - Bäuerin und Schafe

 
 
BamBam und ich sind neuerdings unterwegs in Sachen Bildung. In der Sommerhitze machen wir keine langen Wanderungen im Bergischen, sondern vergnügen uns in der Stadt oder im Diepeschrather Wald.
Darum haben wir begonnen, Skulpturen in der Stadt zu suchen, es gibt zahlreiche. Einige direkt in der Innenstadt, andere fristen ein ziemlich stilles Leben an versteckten Stellen. Das wollen wir nun etwas ändern und haben eine Serie im Bürgerportal gestartet.

Damit ich das nicht alles immer doppelt machen muss, werde ich diesen Beitrag immer mit den entsprechenden Links ergänzen.

Angefangen haben wir am 22. Juli 2020 mit der Bäuerin und ihren Schafen, die wir jedes Mal sehen, wenn wir in die Stadt gehen und über die wir uns immer wieder freuen.


Donnerstag, 14. Mai 2020

Auf unserem Lieblingsberg

Der Lieblingsberg ist die Höhe von Voiswinkel bis Altehufe. Irre Fernsicht bei klarem Wetter. Schon Tausend Mal gegangen, aber immer wieder anders und immer wieder anders schön.

Das Guckloch mit Dom.

Mittwoch, 22. April 2020

Waldbrandgefahr? Bei uns? Ja, auf jeden Fall!

Um Gummersbach herum hatte - und hat immer noch - die Feuerwehr mit Waldbrand zu tun. Das Schlimmste ist wohl unter Kontrolle, aber es flammt wohl immer noch Neues auf. Die Kreisverwaltung bittet um erhöhte Vorsicht. Die ist absolut angebracht. Die Wälder sind strohtrocken.

Bei uns in Bergisch Gladbach sollten wir auch höllisch aufpassen. Das sind aktuelle Fotos aus Paffrath, um die Paffrather Mühle und den DRK-Kindergarten an der Franz-Heider-Straße herum. Unter dem Grün, das dort zu sehen ist, liegt Braunes. Ein Streichholz da hinein oder eine Zigarettenkippe und die Wiesen gehen in Flammen auf.